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KommentarIsrael: Der Westen darf nichts unversucht lassen

Europa und die USA müssen jetzt auch mit schwierigen Regimen Gespräche führen. Es geht darum, die Ausweitung des Krieges zu stoppen.Dana Heide 22.10.2023 - 18:12 Uhr
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Beim Friedensgipfel in Kairo durften die Vertreter der westlichen Länder erst am Schluss vorsprechen.

Foto: IMAGO/photothek

Es waren schwierige Szenen, die sich am Wochenende bei dem von Ägypten organisierten „Friedensgipfel“ in Kairo boten. Länder wie Jordanien, Südafrika und Kuwait erhoben schwere Vorwürfe gegen Nordamerika, Europa und Israel. Die Liste der Anschuldigungen war lang: Der Westen messe beim aktuellen Konflikt moralisch mit zweierlei Maß, israelisches Leben sei für Europa mehr wert als palästinensisches, Israel begehe im Gazastreifen „Kriegsverbrechen“, es handele sich um eine „barbarische Aggression“, Israel verstoße gegen internationales Recht.

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock und ihre europäischen Amtskolleginnen und -kollegen – sie alle, die doch unbedingte Solidarität mit Israel geschworen hatten, sitzen am gleichen Tisch, während diese schweren Vorwürfe von den Teilnehmern des Gipfels immer und immer wieder wiederholt werden. Aus protokollarischen Gründen sind sie zunächst zum Schweigen verdammt.

Erst gegen Ende des Gipfels haben europäische und nordamerikanische Vertreter Gelegenheit, daran zu erinnern, dass Israel es war, das angegriffen wurde. Dass die Hamas Schuld an der Reaktion Israels hat. Dass Israel ein Recht auf Selbstverteidigung hat. Dass das Leben von Palästinensern und Israelis „selbstverständlich“ auch für Länder in Europa und Nordamerika gleichwertig ist.

Was für ein Bild. Die arabischen Länder und ihre Freunde rechnen mit dem Westen ab, und dessen Vertreter hören über Stunden stumm zu. Warum nehmen westliche Staaten überhaupt an so einem Gipfel teil, fragt man sich? Die Antwort ist simpel: Weil die Alternative noch schlechter gewesen wäre. Es geht in diesen Tagen um sehr viel: Es geht darum, eine Ausweitung des Kriegs in der Region zu verhindern.
Es ist wichtig, dass die arabischen Staaten immer wieder daran erinnert werden, dass es nicht Israel war, das eskaliert hat, sondern die Hamas. Es ist wichtig, dass gemeinsam über Lösungen verhandelt wird, damit sich die Fronten in der Region nicht noch mehr verhärten.

Europa und Nordamerika müssen dabei mit einer Stimme sprechen. Es muss klar sein, dass die Verbündeten Israels fest an seiner Seite stehen. Gleichzeitig muss klar sein, dass die israelische Regierung das Völkerrecht beachten muss bei den Gegenschlägen gegen die Hamas. Das ist nicht nur moralisch geboten, sondern auch darüber hinaus im Interesse Israels.

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