Endoprothetik: Wie groß ist die Datenbasis zum Gelenkersatz in Deutschland?
Die meisten Eingriffe betrafen die Hüfte.
Foto: dpaDüsseldorf. Das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) erfasst Daten zu künstlichen Knie- und Hüftgelenken. Gespeichert werden Informationen über die Implantation der jeweiligen Endoprothese sowie deren Revision, Wechsel oder Entfernung. Die Datenbank gibt Ärzten, Patienten und Herstellern Auskunft über die Qualität des Gelenkersatzes. Bisher sind Informationen zu rund 2,5 Millionen Operationen im EPRD gespeichert.
Eine zentrale Registerstelle führt die Daten aus drei Quellen zusammen: aus den Operationsdokumentationen der Krankenhäuser, aus einer Produktdatenbank des Bundesverbandes Medizintechnologie und aus Abrechnungscodes des AOK-Bundesverbandes und des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), die beispielsweise Rückschlüsse auf ausgetauschte Implantate zulassen.
1,1 Millionen aller Eingriffe betrafen das Knie, 1,4 Millionen die Hüfte. 2021 wurden rund zwei Millionen Operationen registriert. Zum Vergleich: Im selben Jahr wurden rund 879.000 entsprechende Eingriffe nach dem Analysewerkzeug Reimbursment abgerechnet. Betreiber des EPDR ist eine Tochtergesellschaft der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie. Neben einer Förderung durch das Gesundheitsministerium finanzieren der vdek und der AOK-Bundesverband das EPRD.
Verwirrung beim Implantateregister: Daten von Privatversicherten nur teilweise gespeichert
