Green Innovation Week: Mit Kreislaufwirtschaft gegen die Erderwärmung
Kreislaufwirtschaft kann auch den Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgas CO2 entscheidend drücken.
Foto: dpaDüsseldorf. 1,8 Erden bräuchte es, um dem aktuellen Verbrauch von Ressourcen gerecht zu werden. Und diese Zahl wird bis 2040 noch steigen – voraussichtlich auf das 2,3-Fache der Leistungsfähigkeit unseres Planeten, heißt es in einem aktuellen Bericht der Unternehmensberatung BCG und der Nachhaltigkeitsorganisation WBCSD.
In den vergangenen 50 Jahren hat sich der Verbrauch natürlicher Ressourcen der Erde mehr als verdreifacht. Dennoch werden gegenwärtig nur 25 bis 35 Prozent der Abfallströme, die die größte Umweltbelastung darstellen, recycelt.
Um den Ressourcenverbrauch wieder so in den Griff zu bekommen, dass die Erde das verkraften kann, bräuchte es bis 2040 eine zusätzliche Recyclingrate von 55 Prozent – damit müssten zwischen 80 und 90 Prozent aller verbrauchten Ressourcen recycelt werden.
Kreislaufwirtschaft kann aber nicht nur den Ressourcenverbrauch verringern – das Konzept kann auch den Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 entscheidend drücken. Genauer gesagt ließen sich die europaweiten CO2-Emissionen bis 2050 damit um 70 Prozent reduzieren.
Nanette Braun, die die Kommunikationskampagne der Vereinten Nationen leitet, findet deutliche Worte: „Kreislaufwirtschaft ist entscheidend für das Überleben der Menschheit.“