Anleihen: Diese vier Charts zeigen die Folgen des Zinsschocks
Die Kurse an den Anleihemärkten sind weiter gefallen. Das sorgt für Probleme.
Foto: IMAGO/ZoonarDie Leitzinsen in den USA und der Euro-Zone haben nach Meinung der meisten Ökonomen ihren Gipfel erreicht. Die langfristigen Zinsen an den Kapitalmärkten – also die Renditen von Anleihen – sind dennoch in diesem Jahr überraschend deutlich weiter gestiegen. Grund für den Anstieg der Anleiherenditen ist unter anderem die Erwartung, dass die Leitzinsen noch für längere Zeit auf dem hohen Niveau bleiben werden.
Dass sich die Wirtschaft vor allem in den USA besser entwickelt als gedacht, trägt ebenfalls zum Anstieg der Renditen bei. Dabei sorgte am Anleihemarkt zuletzt der Renditesprung der zehnjährigen US-Staatsanleihe über die Marke von fünf Prozent für viel Aufsehen.
Jim Leaviss, Anleihechef beim Fondshaus M&G Investments, sagt dazu: „Die Anleihemärkte können manchmal beängstigend sein.“ Das gilt in diesem Jahr besonders. Deshalb erläutert das Handelsblatt die „Gruselcharts der globalen Finanzwelt“, die Leaviss und sein Team seit vielen Jahren zu Halloween veröffentlichen.
1. ETF für lang laufende US-Anleihen: massive Kursverluste
Wenn die Leitzinsen steigen, erhöhen sich auch die Renditen an den Anleihemärkten. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Anleihekurse sinken. Außerdem sind die Kursverluste umso größer, je länger die Laufzeit der jeweiligen Anleihen ist. Diese Zusammenhänge sollten sich Anleger immer bewusst machen.