Prigoschins Erbe: Eine neue Söldner-Truppe gewinnt an Einfluss in Russland
Der russische Söldnerführer Jewgeni Prigoschin ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen.
Foto: dpaBerlin. Russlands mächtiger Söldnerführer Jewgeni Prigoschin ist seit zwei Monaten tot, seine „Wagner“-Armee hat Präsident Wladimir Putin nach dem Putschversuch zerschlagen lassen.
Doch lange hat es nicht gedauert, und im Krieg Russlands gegen die Ukraine ist Ersatz gefunden.
Söldner spielen weiter eine zentrale Rolle in der russischen Kriegsführung, so auch bei den Offensivoperationen um die ostukrainische Kleinstadt Awdijiwka, die vor gut zwei Wochen begannen.
Dort scheint sich womöglich gerade ein zweites Bachmut anzubahnen: Der Kreml opfert Tausende Soldaten, um mit einer strategisch unbedeutenden Eroberung von ein paar Quadratkilometern einen Sieg präsentieren zu können. Im Falle Bachmut hatte Prigoschin dem Präsidenten Putin einen solchen Sieg errungen.
An die Stelle der Privatarmee des Milliardärs Prigoschin ist nach Erkenntnissen des ukrainischen und westlicher Geheimdienste eine Gruppe namens „Redut“ getreten.
In der Ukraine soll sie bis zum Sommer rund 7000 Mann im Einsatz gehabt haben, also wesentlich weniger als „Wagner“. Doch inzwischen rekrutiert „Redut“ kräftig, vor allem Wagner-Söldner.