Künstliche Intelligenz: Das KI-Rennen ist eröffnet: So soll die Regulierung künftig aussehen
Volker Wissing und die britische Technologieministerin Michelle Donelan warnen vor einem Alleingang mit der Technik.
Foto: Getty ImagesBletchley Park. Wie soll die Künstliche Intelligenz künftig reguliert werden? Die Frage wird von den großen Industriestaaten unterschiedlich beantwortet, wie am ersten Tag des globalen Gipfeltreffens zur KI im englischen Bletchley Park deutlich wurde.
Während US-Vizepräsidentin Kamala Harris sich für einen umfassenden Blick auf KI-Risiken starkmachte, warnte Bundesdigitalminister Volker Wissing (FDP) vor einer „Überregulierung“. „Wir müssen einen internationalen Regulierungswettbewerb unbedingt verhindern“, sagte er.
Zwar waren sich Vertreter aus den USA, Europa und China grundsätzlich einig, die extremen Gefahren für die Menschheit durch den Einsatz von KI gemeinsam abzuwehren. Künstliche Intelligenz könne einen „ernsthaften, sogar katastrophalen Schaden“ anrichten, heißt es in dem Abschlusskommuniqué. Rund 100 Vertreter aus 28 Ländern haben daran mitgewirkt. Es soll ein neuer Auftakt für abgestimmte Regulierungsbemühungen sein.
„Wir haben immer gesagt, dass kein einzelnes Land die Herausforderungen und Risiken der KI allein bewältigen kann“, betonte die britische Technologieministerin Michelle Donelan.
Allerdings sind die USA kurz vor dem zweitägigen Gipfeltreffen mit einer Verordnung von Präsident Joe Biden zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz vorgeprescht. Washington geht es demnach vor allem darum, Gefahren für die nationale Sicherheit, den Wettbewerb oder die Privatsphäre abzuwehren. Unter anderem verlangt die US-Regierung Einblick in die Sicherheitsvorkehrungen der großen Technologiefirmen.