Kurioser Vorwurf aus den USA: Hat Putin nun den Diamant-Ring geklaut?
Putin nahm den umstrittenen Ring entgegen und steckte ihn sich an. „Mit diesem Ring kann ich jemanden töten“, sagte er.
Foto: apDüsseldorf. Ein Empfang im russischen St. Petersburg mit den wichtigsten Persönlichkeiten, auch der russische Präsident ist anwesend. Milliardär Robert Kraft, Besitzer des US-Football-Teams New England Patriots, bekommt einen Moment mit Putin.
Aber was macht, was sagt man in so einem Moment? Kraft entscheidet sich, Putin etwas zu zeigen, greift in seine Jackentasche und holt den diamantbesetzten Super Bowl-Ring hervor, der stets die Siegermannschaft auszeichnet. Putin nimmt den Ring an sich, schaut ihn genau an und steckt ihn sich auf den Finger.
„Mit diesem Ring kann ich jemanden töten“, sagt er. Dann herrscht auf einmal Aufbruchsstimmung, Kraft streckt seine Hand aus und wartet darauf, dass Putin ihm den Ring zurückgibt. Doch Putin steckt ihn in seine Tasche. Es kommen drei Männer des russischen Geheimdienstes und umringen ihn, dann ist Putin weg.
Krafts Reaktion: „Hab gute Miene zum bösen Spiel gemacht“, sagte er. Aber den Ring, das Symbol seines Erfolges als Team-Besitzer, bekam er nicht. Washington aber bat Kraft nach seiner Rückkehr in die USA, den Vorfall als Schenkung zu erklären, um die Beziehungen zu Russland nicht zu belasten. Also schwieg Kraft.
Diese Anekdote, die sich im Juni 2005 abgespielt haben soll, erzählte Kraft am Donnerstag auf einer Preisverleihung. Die „New York Post“ bekam davon Wind und schrieb sie auf. Ob sie nun wahr ist oder nicht, bleibt unklar. Putin ließ die Vorwürfe durch seinen Sprecher abstreiten.
Der habe nämlich damals daneben gestanden und genauestens gesehen, dass Kraft den Ring als Geschenk überreichte. Der Sprecher empfahl Kraft, seine Version der Geschichte mit einem Psychiater durchzugehen. Auch die New England Patriots distanzierten sich von dem Wahrheitsgehalt der Geschichte.
„Das ist eine witzige Anekdote, die Robert immer wieder gerne erzählt“, war auf der offiziellen Website der National Football League zu lesen. Und auch: „Ihm gefällt, dass der Ring jetzt im Kreml ist und er hat, wie er auch im Jahr 2005 betonte, immer noch den größten Respekt vor Russland und ist ein Fan von Präsident Putin.“
Der Ring liegt in der Bücherei des Kreml, wo alle offiziellen Staatsgeschenke aufbewahrt werden.