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Alte Meister Sammler zahlen Spitzenpreise für Rembrandt

Sotheby‘s versteigert ein Gemälde des Großmeisters aus Holland. Geschätzt ist das Kleinformat auf 20 bis 30 Millionen Dollar. Da ist noch Luft nach oben drin.
06.11.2020 - 12:51 Uhr Kommentieren
Und bekommt die Geburt eines Sohnes verheißen. Quelle: mauritius images / The Picture Art Collection / Alamy
Rembrandt van Rijn „Abraham bewirtet drei Engel“

Und bekommt die Geburt eines Sohnes verheißen.

(Foto: mauritius images / The Picture Art Collection / Alamy)

Berlin Rembrandt ist eine der starken Säulen des Kunstmarkts. Unabhängig von jeder Geschmackswelle bringen Gemälde und Radierungen des berühmtesten Holländers vor van Gogh Spitzenpreise im Handel und in den Auktionen. Wenn im Januar 2021 Mark Fisch, ein Trustee des New Yorker Metropolitan Museums, das 1646 datierte Gemälde „Abraham und die Engel“ bei Sotheby’s versteigern lässt, so folgt dieses Bild einer imposanten Gruppe von Rembrandt-Werken, die in den letzten 25 Jahren auf der Maastrichter Antiquitätenmesse „Tefaf“ und in den wichtigsten Altmeister-Auktionen angeboten wurden.

Als biblisches Thema in magischem Hell-Dunkel-Kontrast hat das Kleinformat von 16 mal 21 Zentimetern einen besonderen Status. Es ist mit 20 bis 30 Millionen Dollar entsprechend hoch geschätzt. Der Sammler hat es 2006 bei dem Kunsthändler Otto Naumann in New York erworben, wo es mit 22 Millionen Dollar beziffert war.

Die meisten der in letzter Zeit vermarkteten Gemälde waren Porträts, allen voran das 2009 von dem Casino-Boss Steve Wynn bei Christie’s eingelieferte Bildnis eines Mannes, der die Arme in die Seite stemmt, das zum Rekordpreis von 33,2 Millionen Dollar an Otto Naumann versteigert wurde. 2011 offerierte der es auf der Maastrichter Messe für 47 Millionen Dollar.

Naumann, der sich 2018 aus dem aktiven Handel zurückgezogen hat, wurde bei Spitzenkäufen von dem Chemie-Magnaten und Sammler Alfred Bader finanziert, der selbst drei Rembrandt-Gemälde besaß und 2019 verstorben ist.

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    Und 33 Millionen Dollar sind keineswegs ein Höchstpreis. Noch gut in Erinnerung sind die 160 Millionen Euro, die 2015 ein Gemeinschaftskauf des Pariser Louvre und des Amsterdamer Rijksmuseums verschlang. Es handelt sich um die kapitalen Ganzporträts des Marten Soolmans und seiner Gattin aus der Sammlung Eric de Rothschild, die in beiden Ländern als nationales Kulturgut gelten und alternativ in den beiden Museen gezeigt werden.

    160 Millionen verschlang der gemeinschaftliche Kauf der beiden Ganzporträts des Marten Soolmans und seiner Gattin durch den Pariser Louvre und das Rijksmuseum Amsterdam. Quelle: dpa
    Rembrandts Hochzeitsporträts

    160 Millionen verschlang der gemeinschaftliche Kauf der beiden Ganzporträts des Marten Soolmans und seiner Gattin durch den Pariser Louvre und das Rijksmuseum Amsterdam.

    (Foto: dpa)

    Kurz vor dem Millennium hatten die Rembrandt-Preise stark angezogen. 1993 konnte das Rijksmuseum das bedeutende Porträt des Predigers Johannes Uitenbogaert noch für knapp 18 Millionen Gulden erwerben. Sechs Jahre später musste das Den Haager Mauritshuis schon 33 Millionen Gulden für das weit weniger prominente Bildnis eines alten Mannes ausgeben.

    42 Millionen Dollar war der „asking price“ von Otto Naumann im Jahr 2001 für das allegorische Bildnis der Minerva. 35 Millionen Euro verlangte der Maastrichter Händler Robert Noortman im März 2001 für das frühe, nicht gerade aufregende Ovalbildnis einer alten Frau, das im Dezember 2000 bei Christie’s 19,8 Millionen Pfund erlöst hatte.

    Das frühe Selbstporträt mit weißer Halskrause wurde am 20. Juli diesen Jahres bei Sotheby’s für 14,5 Millionen Pfund versteigert. Quelle:  Sotheby’s 2020
    Rembrandt van Rijn

    Das frühe Selbstporträt mit weißer Halskrause wurde am 20. Juli diesen Jahres bei Sotheby’s für 14,5 Millionen Pfund versteigert.

    (Foto:  Sotheby’s 2020)

    Der Mythos Rembrandt adelt auch weniger museale und weniger gut erhaltene Bilder des Meisters. Ausgerechnet die kleine Ölstudie „Christus im Gebet“, die im Dezember 2018 bei Sotheby’s 9,5 Millionen Pfund erlöste, erwarb der Louvre Abu Dhabi. Es ist der erste Rembrandt, der in einem Golf-Staat landete.

    Einen nicht gerade lupenreinen Erhaltungszustand hatte das frühe Selbstporträt mit weißer Halskrause, das am 20. Juli diesen Jahres bei Sotheby’s für 14,5 Millionen Pfund versteigert wurde. Es gibt einen Privatsammler, der mit 13 Rembrandt-Werken so viele Bilder besitzt wie sonst nur Museen – darunter die erwähnte millionenschwere „Minerva“: der 56-jährige Gold- und Rohstoff-Investor Thomas S. Kaplan.

    Von Sammlern dieses Kalibers, deren Hunger noch lange nicht gestillt ist, lebt der Markt. Man darf davon ausgehen, dass in der Preiskarriere Rembrandts noch viel Luft nach oben ist.

    Mehr: Sotheby's: Erfolg für neue Hybridauktion

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