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Nachruf auf Georg Nothelfer Kämpfer für die gestische Malerei

Für Liebhaber der skripturalen und gestischen Malerei war die Galerie von Georg Nothelfer eine erste Adresse. Jetzt starb das Berliner Urgestein im Alter von 82 Jahren.
08.10.2020 - 12:19 Uhr Kommentieren
Der Berliner Galerist focht leidenschaftlich für die abstrakte Malerei. Auch in Phasen, in denen sie nicht mehr angesagt war. Quelle: Galerie Georg Nothelfer
Georg Nothelfer

Der Berliner Galerist focht leidenschaftlich für die abstrakte Malerei. Auch in Phasen, in denen sie nicht mehr angesagt war.

(Foto: Galerie Georg Nothelfer)

Berlin Georg Nothelfer, der am 3. Oktober 82-jährig verstorben ist, war ein Berliner Urgestein. Seit der Gründung im Jahr 1971 ist seine Galerie ein Fels in der Brandung der Berliner Kunstlandschaft. Er selbst war immer Einzelgänger, der in den ersten Jahren stark zu kämpfen hatte, aber mit seinen später arrivierten Künstlern – darunter auch Antoni Tàpies und Emil Schumacher – nachhaltige Markterfolge feiern konnte.

Nothelfer trat konsequent, phasenweise gegen den Strom schwimmend, für die ungegenständlichen Stilformen Tachismus und Informel ein, auch für die skripturale und gestische Malerei. Mit Ausstellungen in den eigenen Wänden und auf Messen wie der Art Basel, der Pariser Fiac und der Art Cologne hat er Marktgeschichte gelebt.

Von 1978 bis 2008 wurden in der Uhlandstraße bis zu sechs Mal pro Jahr Werke von Eduardo Chillida, Walter Stöhrer oder Emilio Vedova gezeigt, seit 2000 auch in der Corneliusstraße 3 in Berlin-Tiergarten. Dort befindet sich, neben einem Showroom in der Charlottenburger Grolmannstraße, der langjährige Stützpunkt der Galerie.

Zurzeit läuft in der Corneliusstraße eine Ausstellung mit Bildern und Papierarbeiten des dynamischen Tachisten K.R.H. Sonderborg. Die Erben des Galeristen entschieden, die Galerie Nothelfer mit der jetzigen Belegschaft weiterzuführen. Ihr nächster Messeauftritt wird die Art Cologne ab 19. November sein.

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