Watch and Wonders in Genf: Mangelware Luxusuhren: Hersteller verknappen das Angebot
Die Schweizer Uhrenmarke hat eines ihrer bekannten Modelle für Linkshänder produziert, die die Uhr am rechten Arm tragen möchten.
Foto: PRDüsseldorf. Die Lünetten glänzen, die Uhren strahlen im Schaufenster des Juweliers Laerbusch in Mülheim an der Ruhr. An einigen Modellen der Marke Rolex stehen fünfstellige Preise, daneben „Unverkäufliches Ausstellungsexemplar“. Interessenten, die die Uhr sofort kaufen würden, gehen leer aus – überall in Deutschland. Schilder wie die im Mülheimer Stadtteil Saarn gehören zur Auslage wie das Ticken zu einer mechanischen Uhr.
Wenn sich vom heutigen Mittwoch an Juweliere aus aller Welt und die Hersteller aus der Schweiz, Deutschland und Italien bei der Messe Watch and Wonders in Genf treffen, dann schauen sie auf ein erfolgreiches Jahr 2021 zurück.
Der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FHS) verzeichnete einen Anstieg der Verkäufe, der sich fast auf dem Niveau von vor der Pandemie einpendelte. Uhren im Wert von knapp mehr als einer Milliarde Euro wurden allein in Deutschland verkauft, 2020 waren es noch 887 Millionen.
An der Spitze des Marktes für mechanische Luxusuhren steht seit Jahren die Genfer Marke Rolex. Laut dem Bericht „The Magnificent Seven“ der Investmentbank Morgan Stanley erzielte Rolex nach Verkaufserlösen einen Marktanteil von 28,8 Prozent.
Gemeinsam mit den sechs stärksten Konkurrenten Omega (7,5), Cartier (6,9), Longines (5,6), Patek Philippe (4,8), Audemars Piguet (4,2) und Tissot (3,1) vereinen diese „Magnificent Seven“ fast 61 Prozent des Marktes auf sich – Tendenz steigend. Dabei dürfte Rolex, so schätzt der Report von Morgan Stanley, weiterhin nur rund eine Million Uhren pro Jahr produzieren, Zahlen nennt das Unternehmen traditionell nicht.
Neben Preiserhöhungen ist es die Konzentration auf hochwertige Modelle, die diese Entwicklung stützt. 73,3 Prozent der Erlöse wurden mit Uhren erzielt, die mehr als 3000 Schweizer Franken kosten. 2020 lag dieser Anteil noch bei 70,4 Prozent.
Auch der Export wuchs 2021 kräftig auf 22,3 Milliarden Franken – ein Plus von 31,2 Prozent zum Krisenjahr 2020 und 2,7 Prozent gegenüber 2019. Die Stückzahlen gingen dagegen gegenüber 2019 um 23,8 Prozent auf 15,7 Millionen Uhren zurück. Es gibt weniger Uhren, und die werden teurer – schlechte Nachrichten für manche Kunden.
Das graue Zifferblatt des Modells aus der Reihe Calatrave soll mit der körnigen Struktur an die Gehäuse alter Fotoapparate erinnern.
Foto: PRBei allen Modellen der belgischen Marke ist die mechanische Anzeige in der mit Öl gefüllten oberen Hälfte der Uhr und erzeugt die Illusion eines Farbdisplays. Die Mechanik steckt in der unteren Hälfte und überträgt die Kraft mechanisch.
Foto: PRDie Marke, die zum französischen Konzern Richemont gehört, hat für das Modell Santos neue Farbvarianten gestaltet.
Foto: PRDer Frankfurter Hersteller Sinn präsentiert parallel zur Uhrenmesse seine Neuheiten. Zum Beispiel diesen auf 500 Stück limitierten „Einsatzzeitmesser“. Krone und Drücker sind links, um zu verhindern, dass diese am rechten Arm getragen unbeabsichtigt betätigt werden.
Foto: PRVon links nach rechts: Eine Minutenrepetition, die auf Knopfdruck mit Tonfedern akustisch die Uhrzeit angibt, eine Titan-Uhr mit Anzeige von Tag und Wochentag, und zwei Varianten der Großen Lange 1 stellt die Glashütter Marke in Genf den Juwelieren vor.
Foto: PRDie Submersible QuarantaQuattro eSteel verwendet Recyclingmaterialien. 52 Prozent in Gewicht sind wiederverwendetes Material. Bei 137 Gramm sind das 72 Gramm.
Foto: PRDie Marke Baume & Mercier produziert die Serie Classima seit 2004. Neue Farben sollen den zeitlosen Entwurf für Einsteiger auf der Höhe der Zeit halten.
Foto: PRDer Glashütter Hersteller Nomos hat bereits vor der Messe diese schlichte Version der Tangente mit dem Neomatik-Werk und neuem grauen Zifferblatt vorgestellt.
Foto: PRBunt, groß und kostspielig – Hublot setzt stets auf auffällige Modelle. Da macht auch die Big Bang mit Tourbillon in Violett keine Ausnahme.
Foto: PRPilotenuhren sind ein fester Bestandteil im Programm vieler Marken. Dieses schlichte Modell von IWC bezieht sich auf die „Top Gun“-Flieger, bekannt durch die gleichnamige Verfilmung mit Tom Cruise
Foto: PRDie französische Luxusmarke ist gerne verspielt. Die Uhr steckt hier im kleinen Schloss, das wiederum den Armreif zusammenhält.
Foto: PRDie Figuren in den Stunden sind kleine Ritterfiguren, die farbigen Bestandteile in der Mitte der Knights of the Round Table EX1025 symbolisieren einen Tisch.
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