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Oprah Winfrey

Die Unternehmerin liest oft, viel – und gern auch Belletristik.

(Foto: AP)

Literatur Lesen wie Oprah Winfrey, Barack Obama und Warren Buffett

Keine Zeit für Bücher? Fatal! Denn Lektüre macht glücklich, reich und verlängert das Leben. Ein Blick auf die Lesegewohnheiten der Erfolgreichen.
03.09.2018 - 14:39 Uhr Kommentieren

Düsseldorf Lesen macht glücklich, heißt es. Aber tatsächlich ist Lesen viel mehr als nur ein schönes Hobby oder entspannender Zeitvertreib. Lesen verlängert das Leben. Und: Lektüre macht erfolgreich!

Es lohnt ein Blick auf die Lesegewohnheiten einiger der erfolgreichsten Menschen unserer Zeit. Viele von ihnen folgen, vielleicht gar nicht bewusst, einer Vorgabe, die bereits im 18. Jahrhundert Benjamin Franklin aufstellte: die Fünf-Stunden-Regel.

Franklin, der bereits im Alter von zehn Jahren im Kerzen- und Seifengeschäfts seines Vaters zu arbeiten begann, investierte schon früh an jedem Werktag eine Stunde in seine Weiterbildung – vor allem durch Lesen. So setzte der Mann, der nur zwei Jahre lang die Schule besuchen konnte, weitsichtig Standards.

Die Idee, regelmäßig bewusst zu lesen und zu lernen, zahlte sich für Franklin aus. Er ging nicht nur als einer der Gründungsväter der Vereinigten Staaten in die amerikanische Geschichte ein, sondern war auch erfolgreich als Erfinder, Autor und Geschäftsmann.

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    Und heute? Wer meint, Top-Managerinnen oder Gründer der Neuzeit hätten gewiss keine Stunde am Tag fürs Lesen übrig, irrt gewaltig. Starinvestor Warren Buffett etwa verbringt nach eigenen Aussagen fünf bis sechs Stunden täglich mit dem Lesen von fünf Tageszeitungen sowie etwa 500 Seiten Geschäftsberichten.

    Amerikas Karrierefrau Nummer eins, Starmoderatorin und Unternehmerin Oprah Winfrey, liest jeden Tag einige Stunden lang – und zwar gern klassische Literatur oder Belletristik. Eines ihrer Favoritenwerke ist „Wer die Nachtigall stört“ der Pulitzer-Preisträgerin Harper Lee. Im Rahmen von „Oprah’s Book Club“ stellte die Powerfrau in ihrer Talkshow auch immer wieder Bücher vor; mittlerweile erscheinen die Empfehlungen online.

    Die Liste lässt sich fortsetzen: Tesla-Gründer Elon Musk ist eine wahre Leseratte und soll schon in Jugendjahren täglich bis zu zwei Bücher gelesen haben. Als junger Mann, so schildert es sein Biograf Michael Simmons, habe ihn sein Wissensdurst querbeet durch alle Fachgebiete lesen lassen. Später habe sich Musk dann auf Bücher über Themen wie Ingenieurswesen, Unternehmertum oder Naturwissenschaften konzentriert.

    Auch Microsoft-Mitgründer Bill Gates reserviert vor dem Schlafengehen Zeit für Fachzeitschriften und Biografien, und Apple-Gründer Steve Jobs las nahezu alles, was greifbar war – von Fachbüchern bis zu Ratgebern über vegetarische Ernährung. Der frühere US-Präsident Barack Obama fand und findet ebenfalls immer Zeit für Lektüre. Gerade erst wieder hat er auf seiner Facebook-Seite eine Liste mit Büchern, die er in diesem Sommer gelesen hat, gepostet.

    Die Ausrede „Keine Zeit!“ gilt also nicht. Und ganz ehrlich: Wer von uns verbringt nicht viele Minuten, wenn nicht gar Stunden, mit unbefriedigenden Nichtigkeiten, die leicht gegen ein wenig ansprechende Lektüre einzutauschen wären?

    Dass man sich schon mit einer halben Stunde Lesen täglich auf Dauer einen enormen Wissensvorsprung und neue Denkansätze sichert gegenüber all jenen, die lieber auf Facebook daddeln oder gar auf dem Sofa vor dem Fernseher herumgammeln, liegt auf der Hand. Der US-Unternehmer Dave Kerpen, Autor von Bestsellern über Erfolgs- und Führungsthemen, ist denn auch der Meinung, dass kontinuierliches Lesen eine der entscheidenden Merkmale erfolgreicher Menschen sei.

    So führt er den Punkt „Lesen versus TV schauen“ in einem Aufsatz über die Unterschiede zwischen erfolgreichen und erfolglosen Menschen auf – zusammen mit Beobachtungen wie „über Ideen reden versus über andere Leute reden (lästern)“ oder „Daten teilen versus Daten horten“.

    Einer, der frühzeitig die Idee postuliert hat, durch regelmäßiges Lesen zum Experten zu werden und den entsprechenden beruflichen Erfolg und pekuniären Lohn dafür einzustreichen, war der kanadische Sachbuch-Autor und Berater Brian Tracy.

    Er hat mehr als 70 Bücher über Erfolg und Selbstentwicklung verfasst und legt anschaulich dar, dass man durch das Lesen von einem Buch pro Woche auf einem bestimmten Gebiet innerhalb von einem Jahr zum internationalen Experten in diesem Bereich wird.

    Aber so einleuchtend die Kausalketten „Lesen – Entspannung – Glücksgefühle“ oder auch: „Lesen – Wissen sammeln – Erfolg haben“ klingen mögen: Das ist längst nicht alles. Forscher der Yale University haben sogar herausgefunden, dass Lesen das eigene Leben verlängert.

    Die Wissenschaftler werteten dafür über einen Zeitraum von zwölf Jahren Daten von 3.600 Personen aus. Anfangs teilten sie die Teilnehmer in drei Gruppen ein: Nichtleser, Leser, die sich bis zu dreieinhalb Stunden Lektüre pro Woche gönnen, und Vielleser. Nach zwölf Jahren hakten die Forscher nach, und siehe da: Die Leser hatten eine um 17 Prozent höhere Lebenserwartung als die Nichtleser, die der Vielleser lag noch einmal sechs Prozentpunkte höher.

    Die Wissenschaftlicher rechneten andere Faktoren wie Einkommen, Bildungsstand, Alter oder Beziehungsstatus heraus, und dennoch: Die Vielleser lebten im Durchschnitt fast zwei Jahre länger als die Nichtleser.

    Die Forscher führten das auf die Auswirkungen von Büchern auf Geist und Körper zurück – zum Beispiel das Training der Gehirnzellen, die Förderung von Fantasie und die Verbesserung der emotionalen Intelligenz.

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