Geldanlage: Aktive ETFs boomen – So viel Rendite bringen die zehn größten
Frankfurt. Immer mehr Fondshäuser drängen mit aktiven börsengehandelten Fonds (ETFs) auf den Markt. Anders als passive ETFs bilden diese nicht einfach einen Index wie den MSCI World nach, sondern weichen – oft nach festen Regeln – davon ab. Die aktiv gemanagten Fonds positionieren sich dabei zwischen klassischen ETFs und Investmentfonds.
In den USA haben sich aktive ETFs längst zum wichtigen Portfoliobaustein vieler Privatanleger entwickelt. Und inzwischen kommen auch in Deutschland immer mehr Angebote auf den Markt. Das ist das Ergebnis einer Studie der Ratingagentur Scope und des Beraterhauses Fondsconsult, die dem Handelsblatt exklusiv vorab vorliegt.
Demnach hat sich die Zahl der in Deutschland vertriebenen aktiven ETFs in den vergangenen zwölf Monaten fast verdoppelt, auf mehr als 180 Produkte. Das in aktiven ETFs verwaltete Anlegergeld ist bis Ende August im Vergleich zum Vorjahresmonat um etwa 50 Prozent auf 63,4 Milliarden Euro gestiegen.
Laut Florian Koch, Fondsanalyst bei Scope, trauen sich inzwischen immer mehr Anbieter auf den Markt für aktive ETFs, die vorher nur aktive Investmentfonds aufgelegt hatten. „Wir sehen bei den Anbietern gerade so etwas wie eine ‚Fomo', eine Angst, den Trend zu verpassen“, sagt Koch. „Das Angebot wird weiter wachsen.“
Die Strategieberatung McKinsey schätzt, dass der europäische Markt für aktive ETFs bis 2029 im Schnitt um 25 Prozent pro Jahr auf 165 Milliarden Euro wächst.
Aktive ETFs sind noch ein Nischenprodukt
Dabei sind viele Fonds weniger aktiv, als der Name vermuten lässt. Und ein erster Fonds verzichtet bereits auf die für ETFs sonst typische tägliche Transparenz. Worauf müssen Anleger also achten?