Investmentfonds: „Passives Investieren ist zu weit gegangen“ – Elon Musk und Cathie Wood kritisieren ETF-Trend
Tauschten sich via Twitter aus.
Foto: dpa, BloombergFrankfurt. Cathie Wood und Elon Musk: Die bekannte Investorin und der exzentrische Unternehmer bestärken sich in einem Austausch auf Twitter, in dem sie das rasante Wachstum von Indexfonds kritisieren. Die Investorin bemängelt, Indexfonds für den US-Aktienindex S&P 500 hätten den exorbitanten Kursanstieg der Tesla-Aktie verpasst – einen 400-fachen Anstieg zwischen dem Börsengang 2010 und der Aufnahme des E-Auto-Konzerns in den Aktienindex zehn Jahre später.
Tesla-Gründer Musk pflichtet in einem Antwort-Tweet bei. „Passives Investieren ist zu weit gegangen“, schreibt Musk in dem Kurznachrichtendienst. Und: „Es sollte einen Schwenk zurück zu aktivem Investieren geben.“
Unterstützung für seine These sucht er ausgerechnet bei einem Passiv-Guru, dem legendären Gründer des US-Fondsriesen Vanguard, John Bogle. Dieser habe auf die Gefahren der Anlageform hingewiesen, betont der E-Auto-Gründer, der nun Twitter übernehmen will.
Was der Investor nicht schreibt: Der vor drei Jahren verstorbene Bogle hatte im Zuge einer Diskussion um stark schwankende Aktienmärkte darauf hingewiesen, dass die über die Börse zu handelnden passiven Indexfonds (ETF) Anleger womöglich zu kurzfristigem, schnellem Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren verleiten und damit Kursausschläge verstärken.