Geldanlage: Buy the Dip? Wie Anleger von Trumps Chaos profitieren können
Berlin. Ein Satz, eine Geste, ein Bild – natürlich konnten immer schon einzelne Momente für wilde Kursbewegungen sorgen. So sorgte ein kiffender Elon Musk im Podcast „The Joe Rogan Experience“ 2018 dafür, dass der Aktienkurs seines Elektroauto-Herstellers Tesla deutlich einbrach.
Doch die Frequenz der kursbewegenden Momente ist während Donald Trumps aktueller Amtszeit drastisch gestiegen. Als er am 2. April mit einem großen Zollpaket den „Liberation Day“ ausrief, brach beispielsweise der US-Index S&P 500 um zwölf Prozent ein.
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Mitte Juli sorgte Trumps Ankündigung, unter anderem 30 Prozent Zölle auf EU-Produkte zu erheben, für Verluste an den Märkten. Und als es vergangene Woche hieß, dass Trump Notenbank-Chef Jerome Powell kurzfristig absetzen wolle, vollzogen Anleger an der Wall Street einen Abverkauf.
Vor dem Hintergrund dieser volatilen Lage diskutieren Anleger und Anlegerinnen deshalb immer wieder die Investmentidee „Buy the Dip“. Frei übersetzt heißt sie: „Nutze den Kursverfall, um günstig einzukaufen und dann bei einer Erholung Gewinn zu machen." Historisch lässt sich das dadurch begründen, dass sich der US-Markt bislang immer von kurzzeitigen Tiefs erholt und letztlich weitere Kursgewinne verzeichnet hat.
Wie wäre das aber bei den kurzen Kursrücksetzern in der jüngeren Zeit gewesen? Hätten Anleger mit „Buy the Dip“ auch hier richtig gelegen und, wenn ja, wie stark hätten sie profitiert? Das Handelsblatt hat nachgerechnet.