Börsenausblick: Stabilitätsanker für die Märkte dringend gesucht
Schon vor einem Jahr hatten sich Wall-Street-Banker für die Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus starkgemacht. Ihr Kalkül, das sie bereits Anfang 2024 unter anderem beim Weltwirtschaftsforum in Davos erklärten, lautete in etwa so: Trump ist weniger streng mit Blick auf das Kartellrecht. Dies könnte endlich den ins Stocken geratenen Markt für Fusionen und Übernahmen (M&A) wieder in Gang bringen und neue Börsengänge gleich mit.
Die Hoffnungen gingen noch weiter: Wenn man dann noch Steuersenkungen und Deregulierungsmaßnahmen mit einplant, wie sie Trump schon in seiner ersten Amtszeit durchgesetzt hat, dann kann das ja eigentlich nur gut für die Märkte und die Finanzinstitute sein.
Dass Trump ein Freund von Zöllen und dass er für seinen erratischen Führungsstil bekannt ist, trat in dieser Kalkulation schnell in den Hintergrund. Doch genau das sind die Themen, die nun ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Das M&A-Geschäft hat den schlechtesten Jahresauftakt seit 2015 verbucht, wie aus Daten des Analysehauses LSEG hervorgeht.