Geldanlage: Im schwierigen Marktumfeld sollten Anleger flexibel bleiben
München. Die Kapitalmärkte haben in den vergangenen Wochen eine bemerkenswerte Trendwende vollzogen: Seit den Tiefständen Anfang April haben wichtige Aktienindizes zweistellige Kursgewinne verzeichnet. So hat der S&P 500 aus den USA seitdem etwa ein Fünftel an Wert gewonnen, der deutsche Leitindex Dax sogar 27 Prozent.
Ausschlaggebend für diese Marktbewegungen war in erster Linie die Entspannung im Zollstreit – insbesondere die zunächst zeitlich befristete Reduktion der Zölle zwischen den USA und China. Die für April niedriger als erwartet ausgefallen US-Inflationsdaten nährten zudem die Hoffnung auf weitere Zinssenkungen in den USA. Das Chipabkommen zwischen den USA und Saudi-Arabien stützte insbesondere Tech-Werte wie Nvidia.
Doch trotz dieser positiven Impulse ist Vorsicht geboten. Die derzeitige Marktphase erinnert zunehmend an eine Übertreibung. Angesichts der politischen Unsicherheit und weil die Zolleinigung bislang lediglich als Entspannung auf Zeit verstanden werden kann, erscheint es sinnvoll, Gewinne zu realisieren und Risiken zu reduzieren.