Pensionsfonds: So macht der Europa-Chef des CPP neun Prozent Rendite im Jahr
Frankfurt. Maximilian Biagosch, Herr über umgerechnet 430 Milliarden Euro, legt den Großteil des Pensionsvermögens der Kanadier abseits der Börsen an: in Beteiligungen (Private Equity), Privatkredite, Infrastruktur und Immobilien. So sorgte der Europachef des Canadian Pension Plan (CPP) in den vergangenen zehn Jahren für den größten Anteil der Rendite von im Durchschnitt gut neun Prozent im Jahr. Zum Vergleich: Über den selben Zeitraum hatte der Dax eine durchschnittliche Rendite von gut sechs Prozent.
Der Pensionsfonds investiert zwar einen großen Teil des Kapitals in die wichtigste Volkswirtschaft der Welt, die USA. Dennoch: In Europa und auch in Deutschland lohnt es sich nach Ansicht des Fondslenkers noch immer, nach Investmentperlen zu suchen, auch wenn sie schwerer zu „identifizieren“ sind.
Biagosch setzt auf ein aktives Management, versucht also, durch die eigene Auswahl von Anlagen besser als Börsenindizes abzuschneiden. Das funktioniere, wie er sagt, weil der CPP mit seinem langen Anlagehorizont nicht unter Zugzwang gerate, in Krisenzeiten zu schlechten Kursen zu verkaufen. Das gelingt jedoch nicht allen aktiven Fondsmanagern. Und privaten Anlegern rät der Fondsmanager zu einer anderen Strategie.