Aktien: Rasanter Stimmungswandel – Sind Fondsmanager zu optimistisch?
Frankfurt. Die internationalen Portfoliomanagerinnen und -manager sind so optimistisch wie seit über vier Jahren nicht. Die deutliche Zinssenkung der US-Notenbank, die angekündigten Konjunkturpakete in China und bessere Daten vom US-Arbeitsmarkt machen ihnen Mut. Das zeigt die international beachtete monatliche Umfrage der Bank of America (BofA), bei der diesmal 195 Investoren mitmachten, die zusammen über 500 Milliarden Dollar verwalten.
Der rasante Stimmungsumschwung zeigt sich an einem Indikator, den die BofA aus den Erwartungen der Investoren an die Wirtschaftsentwicklung sowie ihren Positionierungen in Aktien und Cash berechnet. Dieser Stimmungsindikator ist von 3,8 auf 5,6 Punkte gestiegen. Einen so großen monatlichen Anstieg gab es zuletzt im Juni 2020.
Skeptisch stimmt die BofA-Experten vor allem der Rückgang der durchschnittlichen Cash-Quote. Sie fiel auf 3,9 Prozent. Damit lag sie erstmals seit Februar 2021 unter der Marke von vier Prozent. Genau diese Marke gilt aber als kritisches Level und generiert damit nach Ansicht der BofA ein Verkaufssignal für Aktien. Auch nach Ansicht der Strategen des deutschen Fondshauses DWS zeigt die Umfrage, dass die Risiken für Rückschläge an den Aktienmärkten gestiegen sind.