Premier League: Tottenham-Eigner Joe Lewis wegen Insiderhandels in USA angeklagt
Die Staatsanwaltschaft wirft Lewis „schamlosen Insiderhandel“ vor.
Foto: ReutersLondon. Der britische Milliardär und Investor Joe Lewis ist in den USA wegen des Verdachts auf Insiderhandel angeklagt worden. Nach Angaben der New Yorker Staatsanwälte soll der 86-Jährige über acht Jahre hinweg vertrauliche Informationen von Unternehmen, an denen er beteiligt war, an Freunde, Geliebte und Angestellte weitergegeben haben.
„Nichts davon war notwendig, Joe Lewis ist ein wohlhabender Mann“, sagte US-Staatsanwalt Damian Williams. Dennoch habe Lewis Insider-Informationen genutzt, „um seine Mitarbeiter zu entlohnen oder seine Freunde und Liebhaber mit Geschenken zu überhäufen“.
Das sei Betrug und verstoße gegen das Gesetz. Der Gründer der Investmentfirma Tavistock und Mehrheitseigner des Premier-League-Clubs Tottenham Hotspurs befindet sich trotz der Anklage auf freiem Fuß.
Die Anwälte von Lewis wiesen die Vorwürfe postwendend zurück. „Die Regierung hat eine ungeheuerliche Fehleinschätzung vorgenommen, als sie Herrn Lewis, einen 86-jährigen Mann von tadelloser Integrität und erstaunlicher Leistung, anklagte“, sagte David M. Zornow. Lewis sei freiwillig in die USA gekommen, um sich der Anklage zu stellen.