Geld anlegen: „Die Zeit des Magic Money ist vorbei“: Was sich für Anleger durch die Zinswende ändert
Für Geld, das auf Tages- und Festgeld- oder auch Girokonten geparkt ist, ist der Zinsschritt der EZB eine gute Nachricht.
Foto: imago images/Future ImageFrankfurt, Zürich. Seit Donnerstag ist der wichtigste Leitzins im Euro-Raum erstmals seit elf Jahren nicht mehr negativ. Für Anleger signalisiert diese geldpolitische Wende neue Verhältnisse: Höhere Zinsen machen Anleihen und Geld auf Konten theoretisch wieder attraktiver.
Das gilt jedoch nur, wenn es real – also nach Abzug der Inflation – wieder Ertrag gibt. Und das ist bisher selten. Bei Aktien, Immobilien und alternativen Anlagen fallen hingegen höhere Kosten zur Schuldenfinanzierung ins Gewicht. Gold leidet als Anlage ohne laufenden Ertrag, es sei denn, Krisen verschärfen sich und ein Hort besonderer Sicherheit ist gefragt. Der Handelsblatt-Überblick zum Investieren in der Zinswende.
Aktien kaufen: Was die Zinswende der EZB für Wertpapiere bedeutet
Dass der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) in den nächsten zwölf Monaten schrittweise auf 1,5 Prozent angehoben wird, wie Analysten mehrheitlich erwarten, „haben die Aktienmärkte bereits antizipiert“, meint Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Sparkassen-Wertpapiertochter Dekabank. Wie groß die einzelnen Schritte ausfallen, seien taktische Details. Und: „Selbst bei einem Leitzins von 1,5 Prozent sind die realen Bondrenditen nach Abzug der erwarteten Inflation noch immer deutlich negativ“, so Robert Halver, Aktienstratege der Baader Bank. Das spricht tendenziell für den Aktienmarkt.