Studie: Anleger wollen mehr grüne Fonds – und sehen in Nachhaltigkeit einen Systemwechsel
Vor allem junge Leute wollen ihr Geld ökologisch anlegen.
Foto: imago images/Olaf DöringFrankfurt. Das Angebot an Investmentfonds, die nach Nachhaltigkeitskriterien gemanagt werden, nimmt zu. Dafür sorgen nicht nur zunehmende Auflagen für die Finanzbranche, ihre Produkte nach Umweltzielen, sozialen Zielen und Zielen guter Unternehmensführung (ESG-Ziele) auszuweisen. Auch Anleger verlangen ein breiteres Produktspektrum, um in solche Fonds mit ESG-Zielen investieren zu können. Das ergibt eine Studie der Unternehmensberatung PwC und des Fondsanalysehauses Morningstar.
Morningstar hat knapp die Hälfte der rund 34.000 Fonds und ETFs am europäischen Markt untersucht, die knapp zwei Drittel des Vermögens von insgesamt über 21 Billionen Euro managen. PwC hat rund 250 Anleger und rund 50 Anbieter und Vertriebe in Deutschland und der Schweiz befragt.
Wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit inzwischen für Anleger ist, zeigt die Umfrage: Eine deutliche Mehrheit von 89 Prozent ist der Ansicht, dass Maßnahmen zur Umsetzung von Nachhaltigkeit keinen kurzfristigen Trend darstellen, sondern einen langfristigen Systemwechsel. Neun von zehn Befragten meinen, dass auch die Finanzbranche einen Beitrag leisten kann, etwa zur Eindämmung des Klimawandels oder beim Kampf gegen Armut.