Top-Aktien: Giganten der Schwellenländer
Eine startende Maschine von Air China am Flughafen Peking.
Foto: ReutersAir China (Luftfahrt): Preiswert nach starkem Kursverfall
China baut seinen Luftverkehrsmarkt rasant aus: In den kommenden fünf Jahren will die Regierung umgerechnet 180 Milliarden Euro in den Ausbau des Flugverkehrs investieren. Es ist der Bau von 45 neuen Flughäfen und die Anschaffung von 700 Flugzeugen geplant.
"Wir wollen unsere Luftfahrtindustrie insgesamt stärken und führende Carrier heranziehen", sagte Li Jiaxiang, Chef der Civil Aviation Administration of China (CAAC). Er hütet sich zwar davor, Firmennamen zu nennen. Doch Kennern ist längst klar: Chinas internationale Flaggschiff-Fluglinie Air China wird mit dabei sein - und kräftig von den staatlichen Aufträgen profitieren.
Auslandsmarkt im Visier
Zwar haben andere chinesische Fluglinien Air China inzwischen nach Passagierzahl und Umsatz überholt, doch das geht hauptsächlich auf die neue Flugfreude der Chinesen im eigenen Land zurück. Mehr Masse bei der Konkurrenz bedeutet aber keineswegs auch mehr Profitabilität.
Das sehr viel lukrativere und margenträchtigere weltweite Netz nach Frankfurt, Los Angeles, Singapur oder Moskau wird weiterhin die einzige wirklich internationale Linie des Landes, Air China, aufrechterhalten. Da die Einbindung Chinas in die Weltwirtschaft immer weiter steigen wird, werden die Gewinne auch künftig weiter steigen - was langfristig auch für den Aktienkurs gelten dürfte.