1. Startseite
  2. Finanzen
  3. Anlagestrategie
  4. Trends
  5. Spac von Ex-Commerzbank Chef Blessing steht vor Übernahme von Azerion

UnternehmenshülleSpac von Ex-Commerzbank Chef Blessing steht vor Übernahme von Azerion

Eigentlich wollten die Investoren ein Fintech übernehmen. Jetzt steht der Online-Spielevermarkter Azerion vor dem Börsendebüt – und wird mit 1,3 Milliarden Euro bewertet. 13.12.2021 - 10:15 Uhr Artikel anhören

Sein an der Amsterdamer Börse notierter Spac sammelte im Frühjahr 382 Millionen Euro ein.

Foto: Reuters

München. Der ehemalige Commerzbank-Chef und UBS-Manager Martin Blessing ist auf der Suche nach einem Übernahmekandidaten für seine leere Unternehmenshülle (SPAC) fündig geworden. Das Übernahme-Vehikel European FinTech IPO Company (EFIC1) will die 2014 gegründete Azerion übernehmen.

Das niederländische Unternehmen, das sein Geld vor allem mit Werbeplatzierungen in Online-Spielen verdient, wird bei dem Börsengang mit 1,3 Milliarden Euro bewertet. „EFIC1 sollte mit einem schnell wachsenden, profitablen und technologiegesteuerten europäischen Champion verschmolzen werden“, sagte Blessing, der bisher als Vorstandschef des SPAC fungiert, am Montag.

Eigentlich hatten sich die SPAC-Investoren um Blessing vorgenommen, ein Finanztechnologie-Unternehmen (FinTech) aus Europa oder Israel zu schlucken. Sie hatten mit der an der Amsterdamer Börse Euronext gelisteten Special Purpose Acquisition Company (SPAC) im Frühjahr 382 Millionen Euro eingesammelt.

Azerion und seinen Eigentümern, allen voran den beiden Firmengründern Atilla Aytekin und Umut Akpinar, sollen im Zuge der Übernahme 405 Millionen Euro zufließen. Azerion will das Geld in weitere Übernahmen stecken. Die Alteigentümer halten nach der Verschmelzung mit EFIC1 55 Prozent der Anteile – wenn die Aktionäre von EFIC1 zustimmen.

Azerion erwartet nach mehreren Zukäufen in diesem Jahr einen Pro-forma-Umsatz von 355 Millionen Euro, 2022 soll er auf mehr als 450 Millionen Euro steigen. Den Löwenanteil macht Werbung in den Online-Spielen aus, gut ein Fünftel tragen die Spieler mit sogenannten „In-game-Käufen“ selbst bei, wenn sie im Spiel zusätzliche Fähigkeiten oder Inhalte hinzukaufen. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) von Azerion lag im vergangenen Jahr bei 26 Millionen Euro.

Special Purpose Acquisition Companies (SPACS) wie EFIC1 sind als Trend aus den USA nach Europa herübergeschwappt. Sie sammeln bei Investoren Geld ein, sind aber bei ihrem Börsengang zunächst nur ein leerer Firmenmantel. Anschließend haben die Initiatoren in der Regel 24 Monate Zeit, ein börsenreifes Unternehmen zu finden, das sie übernehmen, um den SPAC mit Leben zu füllen.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt