Direktbank: Brisanter Wechsel: BayernLB-Tochter DKB strebt in die private Einlagensicherung
Die Direktbank will die Zahl ihrer Kunden in den kommenden Jahren auf acht Millionen steigern.
Foto: ddp images/Timur EmekFrankfurt. Auf den ersten Blick sieht es aus wie regulatorisches Klein-Klein, doch es könnte eine Weichenstellung mit weitreichenden Folgen sein: Die Direktbank DKB will nach Informationen des Handelsblatts im Herbst in die gesetzliche Einlagensicherung des privaten Bankenverbands BdB wechseln. Die Tendenz gehe klar in diese Richtung, sagten mehrere mit dem Thema vertraute Personen. Eine formelle Entscheidung stehe allerdings noch aus.
Die Eigentümerin der DKB, die Bayerische Landesbank (BayernLB), würde durch den anvisierten Wechsel ihren Handlungsspielraum erhöhen, was die Zukunft des Berliner Instituts angeht. Ein Verkauf oder ein Börsengang wären wesentlich einfacher zu realisieren, wenn die DKB Mitglied im privaten Einlagensicherungsfonds ist. Und am Markt könnte man mit der Veräußerung einer Direktbank im aktuellen Umfeld Milliarden einnehmen.
Derzeit ist ein Verkauf der DKB allerdings nicht geplant. Die BayernLB bezeichnet sie als integralen Bestandteil ihres Geschäftsmodells und will den Berlinern durch Investitionen dabei helfen, die Zahl ihrer Kunden bis 2024 auf acht Millionen zu steigern.