Baufinanzierung: Erholt sich das Geschäft mit Immobilien-Krediten bald?
Das Neugeschäft in der Baufinanzierung ist im Mai 2023 auf 13,7 Milliarden Euro gesunken.
Foto: IMAGO/Harry KoerberFrankfurt, München. Das Neugeschäft in der Baufinanzierung ist auch im Mai um etwa die Hälfte gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen. Insgesamt haben die Banken in Deutschland private Immobilienkredite in Höhe von 13,7 Milliarden Euro vergeben, ermittelte das Analysehaus Barkow Consulting unter Berufung auf Bundesbankdaten am Mittwoch.
Das sei das niedrigste Volumen im Mai seit 2005. Schon in den Monaten Januar bis April 2023 schrumpfte das Neugeschäft mit privaten Immobilienkrediten um jeweils etwa die Hälfte gegenüber dem Vorjahresmonat.
Die Baufinanzierung hatte bis Sommer 2022 geboomt. Infolge der Zinswende und deutlich teurerer Baukredite ist das Geschäft zuletzt aber eingebrochen. Auch höhere Materialpreise und die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Immobilienpreise sorgen für Zurückhaltung. Außerdem müssen Wohnhäuser oftmals noch energetisch saniert werden.
Für die deutschen Geldhäuser ist das Geschäft mit der privaten Immobilienfinanzierung wichtig. Private Immobiliendarlehen haben Ende des vergangenen Jahres mit gut 40 Prozent den größten Anteil im Kreditbuch deutscher Geldhäuser gestellt. Das Geschäft gilt als wenig riskant, allerdings sind die Margen auch relativ gering – und sie dürften angesichts höherer Refinanzierungskosten sinken.