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InvestmentbankingNeues Führungsduo bei Morgan Stanley

Morgan Stanley baut seine Führung im Investmentbanking in Deutschland um. Jens Maurer und Johann von Wersebe sollen künftig die gute Position bei Fusionen und Übernahmen zu halten – ein schwieriges Projekt.Robert Landgraf 03.03.2017 - 07:11 Uhr Artikel anhören

Die US-Großbank stellt ihr deutsches Investmentbanking neu auf.

Foto: dpa

Frankfurt. Es ist noch keine Ewigkeiten her, da tanzte Johann von Wersebe mit seiner Frau beim Frühlingsball im Frankfurter Palmengarten. Mit dem Erlös der Benefizgala sollte das Schmetterlingsprojekt unterstützt werden. Jetzt tanzt der 48-Jährige auf einer anderen Hochzeit. Zusammen mit seinem Kollegen Jens Maurer (44) wird der Finanzmann das Investmentbanking der Bank Morgan Stanley in Deutschland und Österreich künftig führen, berichten Finanzkreise. Die beiden Banker lösen Christian Zorn ab, der die Bank verlässt und erst einmal die übliche Ruhefrist von sechs Monaten einhalten muss, bevor er einen neuen Job antreten kann.

Für das US-Haus sind die Geschäfte in Deutschland zuletzt hervorragend gelaufen. In der Liste der größten Dealmaker bei Fusionen und Übernahmen (M&A) rangierte Morgan Stanley im vergangenen Jahr auf Platz zwei hinter Bank of America Merrill Lynch und hat den Platzhirsch Deutsche Bank weit hinter sich gelassen. Die Amerikaner profitierten von der Übernahme des Saatgutherstellers Monsanto durch Bayer, der für etwa ein Drittel des Volumens bei M&A-Transaktionen in Deutschland im vergangenen Jahr steht. Bei der bisher größten grenzüberschreitenden Übernahme im Chemiebereich in den USA beriet Morgan Stanley Monsanto.

M&A ist das Geschäft von Jens Maurer, der schon seit 1999 bei der Bank ist und zuletzt das M&A-Team hierzulande führte. Johann von Wersebe arbeitet seit 2007 bei dem US-Institut und betreut Familienunternehmen und mittelgroße Firmen. Davon gibt es in Deutschland ein ganze Menge, die auf ihrem Gebiet auch Marktführer sind.

Insgesamt kassierte Morgan Stanley vergangenes Jahr knapp 82 Millionen Dollar an Gebühren im Investmentbanking, wie der Finanzdatendienstleister Thomson Reuters ausgerechnet hat. Dies zu übertreffen wird eine große Herausforderung für die beiden neuen Co-Chefs. Sie treten in die großen Fußstapfen von Christian Zorn, der auch Vorstandsmitglied der Bank war.

Der 45-Jährige hatte zahlreiche M&A- und Kapitalmarkttransaktionen betreut wie den Börsengang und den anschließenden Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank, den Verkauf des österreichischen Instituts Bawag PSK und Kapitalerhöhungen etwa bei der Commerzbank und der Deutschen Bank. Außerdem betreute er einige Transaktionen für deutsche Firmenkunden wie die Deutsche Börse und SGL Carbon.

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