SVB: Krise der Silicon Valley Bank erschüttert die US-Tech-Szene
Die US-Einlagensicherung hat die Kontrolle über das angeschlagene Institut übernommen.
Foto: IMAGO/ZoonarSan Francisco, Austin. Christian Byza wartet vergebens auf sein Geld. Eine sechsstellige Summe hatte eine Investorin angewiesen, nur kam der Betrag nicht beim CEO der digitalen Lernplattform learn.xyz an. Die Zahlung sei nicht rausgegangen, bekommt Byza zur Antwort, als er bei seiner Geldgeberin nachhakt. Deren Konto liegt bei der Silicon Valley Bank (SVB).
„Hang in tight“ („Haltet durch“), habe die Investorin geraten. Sie werde eine Alternative finden, aber das brauche etwas Zeit. „Für uns ist es nicht so schlimm, andere Gründer können schon jetzt ihre Belegschaft nicht mehr bezahlen“, befürchtet der Firmengründer. Die größte Bankenpleite seit der Finanzkrise trifft die US-Technologiebranche unvorbereitet.
Die US-Einlagensicherung hatte am Freitag die Kontrolle über das angeschlagene Institut und 175 Milliarden Dollar an Kundeneinlagen übernommen. Die Bank mit Hauptsitz in Santa Clara ist ein wichtiger Finanzierer für US-Start-ups. Viele Unternehmen und Investoren haben dort ihre Konten. Einlagen bis 250.000 Dollar sind über den Regulierer gesichert.
Wer mehr Geld auf seinen Konten hatte, erfuhr zunächst nicht, was passieren wird. Viele Kunden hatten zunächst keinen Zugriff auf ihre Konten.