Cum-Ex-Skandal: Britischer Aktienhändler zahlt 14 Millionen Euro an den Fiskus
Düsseldorf. Seine Bewährungsstrafe ist längst vorbei, nun soll der erste Verurteilte im Steuerskandal Cum-Ex auch seine Beute zurückgeben. Der britische Staatsbürger Martin S. war früher Börsenmakler und ist Kronzeuge in der Cum-Ex-Affäre. Nun wird er elf Millionen Euro an die Staatskasse zahlen, nachdem er bereits drei Millionen Euro überwiesen hatte. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bonn bestätigte dem Handelsblatt: „Der Verurteilte S. stellt sich der Vollstreckung.“
S. nimmt im Cum-Ex-Skandal eine besondere Stellung ein. Er war einer der ersten Beschuldigten, der sein Insiderwissen mit den Behörden teilte. Damit trug er maßgeblich zur Aufklärung zahlreicher Straftaten bei.