US-Banken: JP Morgan übertrifft Erwartungen im zweiten Quartal
Düsseldorf. Die US-Großbank JP Morgan hat im abgelaufenen Quartal besser abgeschnitten als von Analysten erwartet.
Insgesamt lag der Gewinn der größten US-Bank zwischen April und Juni bei rund 18,1 Milliarden Dollar und damit etwa im Bereich der Erwartungen – und deutlich über den 14,5 Milliarden aus dem Vorjahresquartal. Die Erträge beliefen sich auf 51 Milliarden Dollar, während Experten nur mit rund 49,9 Milliarden gerechnet hatten.
Der Gewinnzuwachs ist laut JP Morgan vor allem auf ein Aktien-Geschäft mit der Kreditkartenfirma Visa zurückzuführen, deren Aktienkurs durch den Trend zum bargeldlosen Bezahlen zuletzt deutlich gestiegen war. Allein dadurch fiel ein Bilanzgewinn von knapp acht Milliarden Dollar an. Zudem werfe das Investmentbanking höhere Erträge ab, berichtete die Bank.
Wells Fargo meldet weniger Zinserträge
Wells Fargo enttäuschte dagegen mit einem niedrigeren Zinsergebnis: Mit 11,9 Milliarden Dollar fiel der Gewinn aus diesem Geschäftsbereich um neun Prozent geringer aus als im Vorjahresquartal und blieb auch hinter den Erwartungen am Markt zurück. Vorbörslich fielen die Aktien der Bank aus San Francisco um mehr als fünf Prozent. Erträge und Gewinn pro Aktie bewegten sich allerdings leicht oberhalb der Analysten-Schätzungen.
Gewinn von Citi steigt
Die Citigroup meldet für das zweite Quartal derweil einen höheren Gewinn als im Vorjahreszeitraum. Mit einem Überschuss von 3,2 Milliarden Dollar lag der Wert zehn Prozent höher als noch 2023. Die Erträge lagen mit 20 Milliarden Dollar ebenfalls über dem zweiten Quartal des Vorjahres – und im Rahmen der Analystenschätzungen.
Die übrigen US-Großbanken Goldman Sachs, die Bank of America und Morgan Stanley geben in der kommenden Woche Einblick in ihre Geschäfte.