Geldpolitik: 3,0 Prozent – Inflation in den USA sinkt stärker als erwartet
Düsseldorf, Frankfurt. Jerome Powells Wunsch ist in Erfüllung gegangen: Der Preisdruck in den USA lässt weiter nach. Im Juni legten die Verbraucherpreise nur noch um 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte.
Der Chef der US-Notenbank Federal Reserve hatte sich bei einer Anhörung im Senat am Dienstag weitere „gute Daten“ erhofft, die darauf hindeuten, dass die Inflationsrate bald das definierte Ziel von zwei Prozent erreicht.
Die Kerninflationsrate, bei der die schwankungsanfälligen Posten Energie und Lebensmittel herausgerechnet werden, ist leicht auf 3,3 Prozent gesunken. Das liegt unter anderem daran, dass die Mieten in den USA wie erhofft nicht mehr so stark steigen.
Insgesamt fällt der Rückgang der Inflation überraschend stark aus. Experten hatten im Vorfeld mit 3,1 Prozent (Gesamtrate) beziehungsweise 3,4 Prozent (Kerninflation) gerechnet. Im Mai hatte die Gesamtrate bei 3,3 Prozent gelegen. Somit hat sich das Gesamtbild im zweiten Quartal 2024 endgültig zum Positiven gewendet, nachdem das erste Quartal von Rückschlägen im Kampf gegen die Inflation geprägt war.