Allianz im Bilanzcheck: Rekordgewinne und Dividenden-Garantie überzeugen Analysten
Köln, Frankfurt. Die Volkswirtschaft schwächelt, die Gefahren durch Cyberattacken nehmen zu, in Europas unmittelbarer Nachbarschaft wüten zwei Kriege – und die Allianz verdient so viel wie nie zuvor. Das operative Ergebnis des Münchener Versicherers stieg im Jahr 2023 um 6,7 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro und lag damit am oberen Ende der selbst gesetzten Zielspanne.
Unter dem Strich stieg der Gewinn ebenfalls deutlich – vor allem weil der Konzern das Desaster aus fehlgeschlagenen Hedgefonds-Spekulationen in den USA hinter sich lassen konnte, die noch das Nettoergebnis im Vorjahr belastet hatten. Die Aktionäre profitieren von dem Erfolg: Die Aktie lag Ende 2023 auf einem 20-Jahres-Hoch und die Dividende soll auf 13,80 Euro je Anteilschein steigen.
Der Grund dafür, dass die Allianz im Vergleich zu börsennotierten Unternehmen anderer Branchen so gut dasteht, ist nicht offensichtlich. Denn auch global tätige Versicherer wie die Allianz bekommen die Auswirkungen der geopolitischen Entwicklung zu spüren.
Anhaltende Störungen in den internationalen Lieferketten können bei Unternehmen zu längeren Betriebsunterbrechungen führen, für die deren Versicherungen einspringen müssen. Die zunehmenden globalen Konflikte erhöhen außerdem die Bedrohungen im Cyberraum.