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RückversichererSwiss Re setzt Fragezeichen hinter die Jahresziele

Nach Verlusten im Startquartal ist die Swiss Re in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Der zweitgrößte Rückversicherer erzielt im ersten Halbjahr einen Gewinn von 154 Millionen Euro. 29.07.2022 - 12:51 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Im laufenden Jahr peilt der Konzern eine Eigenkapitalverzinsung (ROE) von zehn Prozent an.

Foto: Reuters

Zürich / Frankfurt. Der Einbruch der Finanzmärkte und Rückstellungen für den Krieg in der Ukraine haben den Gewinn des Rückversicherers Swiss Re im ersten Halbjahr einbrechen lassen. Unter dem Strich verdiente das Schweizer Unternehmen von Januar bis Juni 157 Millionen Dollar oder rund ein Siebtel des Vorjahreswertes von 1,05 Milliarden Dollar.

Immerhin fand Swiss Re nach einem Verlust in den ersten drei Monaten, der auch von Covid-Belastungen gekennzeichnet war, im zweiten Quartal in die Gewinnzone zurück und übertraf die Analystenerwartungen. Die im Startquartal gebildeten Rückstellungen für den Krieg seien nicht weiter aufgestockt worden, teilte der Konzern am Freitag mit.

Alle Geschäftsbereiche seien gut aufgestellt und arbeiteten darauf hin, ihre Segmentziele für das Jahr zu erreichen, erklärte Konzernchef Christian Mumenthaler. „Die Erreichung der Gruppenziele hängt in hohem Maße von der Entwicklung der Finanzmärkte und der Großschäden im zweiten Halbjahr 2022 ab.“ Swiss Re hat sich unter anderem eine Eigenkapitalverzinsung (ROE) von zehn Prozent vorgenommen.

Im ersten Halbjahr war der Konzern aus Zürich mit einem Wert von 1,6 Prozent allerdings weit davon entfernt. Das hat auch damit zu tun, dass die Rendite auf Kapitalanlagen auf 1,2 (Vorjahresperiode 3,2) Prozent sank. Die steigenden Zinssätze seien für die weitere Entwicklung der Branche indes gut.

„Wir brauchen eine sehr starke zweite Jahreshälfte, um eine Eigenkapitalrendite von zehn Prozent zu erreichen,“ räumte Finanzchef John Dacey in einer Telefonkonferenz ein. Aber er sei optimistisch.

Naturkatastrophen kosteten Swiss Re im Halbjahr 938 Millionen Dollar. Vor allem Überschwemmungen in Australien und Südafrika, Stürme in Europa sowie einer Reihe von Hagelstürmen in Frankreich im Juni sorgten dafür, dass die Großschäden über dem Budget ausfielen. Für den restlichen Jahresverlauf habe Swiss Re 1,2 Milliarden Dollar für Naturkatastrophen eingeplant.

Der Rivale Münchener Rück rechnet einer am Donnerstag veröffentlichten Einschätzung zufolge mit einer intensiveren Tropensturm-Saison im Nordatlantik als üblich, weil die natürliche Klimaschwankung „El Nina“ die Bildung von Hurrikanen begünstige.

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dpa, rtr
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