Bridgewater: Ray Dalio wettet Milliarden Euro gegen 22 europäische Aktien
Der Bridgewater-Chef hat eine spektakuläre Short-Wette eröffnet.
Foto: ReutersDüsseldorf. Bridgewater hat sich im großen Stil für fallende Aktienmärkte positioniert. Der weltweit größte Hedgefonds hat allein in der vergangenen Woche bei mindestens 22 europäischen Aktien Wetten auf fallende Kurse platziert. Das zeigen Daten des Analysehauses Breakout Point vom 16. Juni, die dem Handelsblatt vorliegen. Der Wert dieser Wetten beträgt aktuell 6,7 Milliarden Euro. Die „Financial Times“ hatte zuerst darüber berichtet.
Bei Wetten auf fallende Kurse, auch Short-Selling oder Leerverkäufe genannt, leihen sich Hedgefonds Aktien gegen eine Gebühr und verkaufen diese sofort wieder. Sie setzen darauf, dass die Kurse fallen und sie die Aktien vor dem Rückgabetermin günstiger zurückkaufen können. Die Differenz zwischen Verkaufs- und Rückkaufskurs ist der Gewinn.
„Wenn es um das Ausmaß der Leerverkäufe geht, erinnern wir uns an keinen anderen Hegefonds, der dem aktuellen Fall nahe gekommen wäre – außer Bridgewater selbst“, erklärte Breakout Point gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Zuletzt hatte der vom Milliardär Ray Dalio gegründete Hedgefonds in den Jahren 2018 und 2020 ähnliche Wetten abgeschlossen. Dass Dalio erneut so eine große Position eröffnet, gilt als Zeichen, dass er mit weiteren Abwärtsrisiken rechnet, auf die er entweder aktiv wetten oder gegen die er sich absichern will.