Fed: Wofür die vier möglichen Powell-Nachfolger stehen
New York. Zwischen Donald Trump und dem US-Notenbankchef zeichnet sich das nächste Kräftemessen ab. Powell sei wieder einmal zu „spät, und eigentlich auch zu wütend, zu dumm und zu politisch für den Posten des Fed-Chefs“, schrieb der US-Präsident am Donnerstag in seinem sozialen Netzwerk Truth Social nach dem Fed-Entscheid. Powell koste die US-Wirtschaft „Billionen von Dollar“ und sei ein „Totalversager“.
Die Notenbank ließ die Zinsen am Mittwochabend wie erwartet unverändert, Trump aber fordert eine drastische Zinssenkung. Powell will davon nichts wissen. Die Notenbanker würden alle ökonomischen Daten bis zur nächsten Sitzung Mitte September „berücksichtigen und dann im September entscheiden“, stellte er klar.
Es ist die jüngste in einer ganzen Reihe von verbalen Auseinandersetzungen, bei denen einiges auf dem Spiel steht: die Richtung der Geldpolitik, die Notenbank Fed als Institution und das Vermächtnis von Jerome Powell.
Im Mai 2026 endet seine Amtszeit, im Hintergrund läuft die Suche nach einem Nachfolger. „Die Politik in Washington hat die Unabhängigkeit der Fed längst beeinträchtigt“, sagt Jon Hilsenrath, Berater beim Finanzdienstleister StoneX. Besetzt künftig ein Gefolgsmann von Trump die wichtigste Notenbank der Welt?