Inflation: EZB-Ratsmitglied sieht noch Spielraum für schrittweise Zinssenkungen
Das bedeute, es gebe „noch immer Spielraum für schrittweise Zinssenkungen“. Der Währungshüter räumte zugleich ein, dass die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump weltweit für Unsicherheit sorgten, aber die Inflationsentwicklung in Europa nicht beeinflussen.
Bezüglich des Wirtschaftswachstums in Frankreich sagte er, dass es einige positive Aspekte geben wird, aber es „wahrscheinlich einen Trend zur Verlangsamung“ gebe. „Wir erwarten weder für Frankreich noch für Europa eine Rezession. Das zentrale Szenario der Bank von Frankreich bleibt ein Ausstieg aus der Inflation ohne Rezession.“
Die EZB hatte im April die siebte Zinssenkung seit Mitte 2024 beschlossen. Der am Finanzmarkt richtungsweisende Einlagensatz – der Leitzins im Euroraum – wurde um einen Viertelpunkt auf 2,25 Prozent herabgesetzt.
Den weiteren Kurs ließ EZB-Chefin Christine Lagarde zuletzt offen. Angesichts der „außergewöhnlichen Unsicherheit“ könne man keine Richtung vorgeben, nur das Ziel Preisstabilität fest im Auge behalten. Die künftigen geldpolitischen Entscheidungen seien mehr denn je datenabhängig.