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Jackson HoleLagarde – Wirtschaft im Euroraum profitiert von Zuwanderern

Ohne ausländische Arbeitskräfte wäre das Wirtschaftswachstum in Deutschland oder Spanien deutlich schwächer ausgefallen, sagt die EZB-Chefin – und warnt zugleich vor den Grenzen dieses Effekts. 23.08.2025 - 19:46 Uhr Artikel anhören
Christine Lagarde: Die EZB-Chefin hob Jackson Hole die Bedeutung ausländischer Arbeitskräfte für den Euroraum hervor. Foto: Bloomberg

Jackson Hole. Die Wirtschaft im Euroraum und auch in Deutschland hat laut der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Zustrom ausländischer Arbeitskräfte profitiert. Auf der US-Notenbankkonferenz in Jackson Hole nannte EZB-Chefin Christine Lagarde am Samstag den Anstieg der Zahl von Arbeitnehmern aus Ländern außerhalb des Euroraums einen Faktor, der die Wirtschaft trotz einer zunehmenden Präferenz für kürzere Arbeitszeiten und eines Rückgangs des Lebensstandards in einigen Sektoren stütze.

Ohne diesen Beitrag ausländischer Arbeitskräfte, fügte die EZB-Chefin hinzu, könnten die Bedingungen am Arbeitsmarkt angespannter sein und auch die Produktion würde geringer ausfallen.

In Deutschland beispielsweise wäre das Bruttoinlandsprodukt (BIP) demnach ohne ausländische Arbeitskräfte um rund sechs Prozent niedriger als 2019. Auch Spaniens starkes Wirtschaftswachstum nach der Pandemie sei zu einem großen Teil dem Beitrag ausländischer Arbeitskräfte zu verdanken.

Der europäische Arbeitsmarkt habe die jüngsten Schocks dank einer Mischung aus globalem Rückenwind und inländischer Stärke unerwartet gut überstanden. „Wir sollten jedoch vorsichtig sein, wenn wir davon ausgehen, dass diese einzigartige Kräftekonstellation von Dauer sein wird“, mahnte die EZB-Chefin in ihrer Rede auf der Konferenz der Notenbanker im US-Bundesstaat Wyoming.

Migration könne grundsätzlich eine entscheidende Rolle bei der Linderung des Arbeitskräftemangels in ausgewählten Regionen spielen. Doch in allen plausiblen Szenarien – selbst bei hoher Migration – werde die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter im Euroraum weiter schrumpfen.

Weiterhin könnten wirtschaftspolitische Zwänge die Zuwanderung zunehmend einschränken. Selbst bei erheblicher Migration hänge ihr Einfluss auf die Linderung des Arbeitskräftemangels davon ab, wie gut die Qualifikationen der Migranten mit den offenen Stellen in Schlüsselsektoren zusammenpassen.

rtr
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