Holzheizung: Ist Heizen mit Holz eine ausgereifte Alternative zu Gas und Öl?
Holzpellets vor einem Ofen: Das Heizen mit Holz hat in Deutschland stark zugenommen.
Foto: ImagoDüsseldorf. Vieles spricht derzeit dafür, alte Öl- oder Gasheizungen zu ersetzen: Allein die hohen Energiekosten durch den Konflikt mit Russland und den Versuch Deutschlands, sich schnellstmöglich unabhängig von russischen Öl- und Gaslieferungen zu machen. Auch kann nicht ausgeschlossen werden, dass Russland diesem Versuch zuvorkommt und den Hahn zu seinen Rohstoffen zudreht. Und schließlich: Deutschland muss laut Bundes-Klimaschutzgesetz bis 2045 Klimaneutralität erreichen. Mit Privathaushalten, die zum Heizen Öl oder Gas verbrennen, ist das schwer vorstellbar – politischer Druck ist deshalb nicht unwahrscheinlich.
Neben Wärmepumpen oder Solarthermie heißt die jüngste Entdeckung der veränderungswilligen Hausbesitzer deshalb Holzheizung. Die Überlegung: Holz gibt es auch in Deutschland, und es ist ein nachwachsender Rohstoff. Doch taugt die Holzheizung wirklich zur Alternative? Wir beantworten, wie klimafreundlich das Heizen mit Holz ist und ob sich damit Geld sparen lässt.
Holzheizung: Welche Möglichkeiten gibt es, mit Holz zu heizen?
Die verschiedenen Typen von Holzheizungen kennt Andreas Lücke, Senior-Experte und ehemaliger Geschäftsführer beim Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH). Er besitzt selbst ein Stück Wald und holt dort Holz für seine eigene Holzheizung.