Adler Group: Die merkwürdigen Geschäfte der Adler-Tochter Consus: Bauunternehmer klagen über Zahlungsmoral
Hier sollen 300 Wohnungen entstehen.
Foto: Paul Langrock/laifBerlin, Frankfurt, Düsseldorf. Der Bauunternehmer Christoph Gröner machte kein Geheimnis aus seinem Scoop. Im Mai 2020 übernahm seine Gröner Group GmbH 17 Immobilien vom Projektentwickler Consus Real Estate AG (Consus), bei dem er kurz zuvor als Aktionär ausgestiegen war. Die Vorgehensweise sei „weder anrüchig noch in der Sache intransparent“, sagte Gröner dem Handelsblatt.
Doch ausgerechnet bei den Details zu diesem 339 Millionen Euro schweren Deal widersprechen sich Käufer und Verkäufer. Das ist heikel, denn die Consus ist eine Tochter der Luxemburger Adler Group. Der Immobilienkonzern steht derzeit im Fokus des Shortsellers Fraser Perring. Der Brite wirft ihm Betrug, Manipulation und Täuschung seiner Geldgeber vor, was Adler bestreitet.
Die Aktie der Gruppe ist zwischenzeitlich um 30 Prozent gefallen. Investoren treibt die Sorger vor einer Ansteckungsgefahr um, was sich auf die Anleihekurse deutscher Adler-Konkurrenten auswirkt. Und auch die Politik beschäftigt sich inzwischen mit dem Fall. Vor diesem Hintergrund schaut der Markt genau hin, wie Adler und seine Töchter Geschäfte machen.