Frühjahrsgutachten: Immobilienweise warnen vor Preisblase: Diese drei Punkte lassen aufhorchen
Die seit Jahren steigenden Kaufpreise für Eigentum machen den Immobilienweisen Sorgen.
Foto: dpaBerlin, Frankfurt. Wie wird sich der Wohnungsmarkt weiterentwickeln? Wie die Lage am Büromarkt? Und was passiert, wenn die neue Regierung es tatsächlich schafft, pro Jahr 400.000 neue Wohnungen zu bauen?
In ihrem am Dienstag präsentierten Frühjahrsgutachten behandeln die Immobilienweisen auf mehr als 250 Seiten die drängendsten Fragen aus der Branche. Diese drei Punkte lassen besonders aufmerken:
Erstens: In den Großstädten werden die falschen Wohnungen gebaut
Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen steigen seit Jahren, und das macht auch den Immobilienweisen Sorgen. Sie schließen sich den Warnungen vor einer Blase in den sieben größten Städten Deutschlands an.
„Die nochmaligen Anstiege und das enorme Niveau der Kaufpreise sind sowohl überraschend als auch durchaus beängstigend“, heißt es in dem Gutachten, das vom Spitzenverband der Immobilienwirtschaft (ZIA) in Auftrag gegeben wurde. „Von verschiedenen Seiten, so auch hier in den vergangenen Frühjahrsgutachten, wurden vernehmliche Warnungen ausgesprochen, die weiterhin und mit nochmals größerem Nachdruck wiederholt werden müssen.“
Steigende Zinsen könnten zu schlechteren Finanzierungsbedingungen und damit einer sinkenden Nachfrage nach Immobilien führen, argumentieren jene Branchenbeobachter, die mit einem Platzen der Blase rechnen. Aber dass es tatsächlich zu einem abrupten Ende des Booms kommt, erwartet der ZIA nicht. „Es wird kein Ruck durch die Immobilienwirtschaft gehen“, sagte ZIA-Präsident Andreas Mattner.