Immobilien: Deshalb glauben Investoren an das Start-up Aedifion
Für die Immobilienfirmen wird es immer wichtiger, ihre Gebäude effizient zu heizen. Start-ups haben dafür inzwischen innovative Lösungen entwickelt.
Foto: AedifionFrankfurt. Der Honeymoon ist vorbei. Wegen trüber Konjunkturaussichten und steigender Zinsen sitzt bei Wagniskapitalgebern das Geld für deutsche Start-ups nach einer aktuellen Studie der Beratungsfirma EY nicht mehr so locker wie früher. Doch es gibt offensichtlich eine Sparte von jungen Firmen, die ungeachtet des zurückgehenden Geldzuflusses weiter in der Gunst der Investoren stehen: sogenannte Proptechs, die neue Lösungen für die Nachhaltigkeit von Gebäuden anbieten.
So hat das Kölner Gebäudetechnik-Start-up Aedifion nach Informationen des Handelsblatts nun zwölf Millionen Euro in einer Series-A-Runde von neuen und bestehenden Investoren eingesammelt. Die Lead-Investoren der überzeichneten Runde waren demnach der auf Klimatechnologie spezialisierte Berliner Wagniskapitalgeber World Fund sowie die Technologie- und Investmentplattform Beyond Build unter Beteiligung des Family Offices der SAP-Gründerfamilie von Dietmar Hopp. Mit dem frischen Kapital will Aedifion-CEO Johannes Fütterer jetzt die Kölner Firma zum europäischen Marktführer ausbauen.
Kürzlich hatten zwei weitere junge Firmen frisches Geld einsammeln können, die mit ihrem Angebot die Energiebilanz von Gebäuden verbessern. So hat das Start-up Gropyus eine Kapitalspritze des Immobilienkonzerns Vonovia erhalten. Das Unternehmen entwirft und baut nachhaltige Holz-Fertighäuser. Gegründet wurde es von Markus Fuhrmann, der auch Delivery Hero mitgegründet hatte. Zudem gelang es dem Münchener Thermostat-Hersteller Tado, neue Investoren zu gewinnen.