Immobilien: Lohnt sich die energetische Sanierung vor dem Hausverkauf?
Kostengünstige Alternativen für eine Sanierung sind nach Ansicht der Experten auf jeden Fall einfache Schönheitsreparaturen und Maßnahmen, die den Eindruck vom Gebäude deutlich aufwerten.
Foto: E+/Getty ImagesFrankfurt. Es ist ein Luxusproblem der besonderen Art. Vor wenigen Monaten hat Karin Hofmann das Haus ihrer Eltern im Ruhrgebiet geerbt. Das Gebäude ist mehr als 50 Jahre alt, einfache Fenster und ein Ölkessel im Keller. Nur weiß Hofmann nicht recht, wie sie mit dem Haus umgehen soll. Vermieten? Verkaufen? Und wenn ja, sollte sie eventuell vorher nicht noch das Gebäude auf eine höhere Energieklasse bringen? Fragen wie diese stellen sich in Deutschland derzeit viele Immobilienbesitzer.
Denn die Nachfrage nach Wohnungen und Häusern mit einer niedrigeren Energieeinstufung zwischen G bis H ist in den vergangenen Monaten drastisch eingebrochen. Nach Daten des Immobilienportals Immoscout24 mussten Verkäufer im Mai 2023 mit deutlichen Preisabschlägen von durchschnittlich knapp 20 Prozent gegenüber Gebäuden rechnen, die höchsten energetischen Ansprüchen genügen.
Ein Gedanke liegt deshalb bei vielen Verkäufern nahe: Lohnt es sich, vor der Veräußerung die Immobilie noch für viel Geld energetisch in Schuss zu bringen? So denken die Experten darüber.