Immobilien: Milliardenschwerer Verius-Immobilienfonds wird aufgelöst
Der Berater des Krisenfonds operiert aus der Schweiz heraus.
Foto: Blume/HandelsblattZürich, Berlin. Der Verius-Immobilienfinanzierungsfonds wird aufgelöst. Es werde die „freiwillige Liquidation“ des 1,2 Milliarden Euro schweren Anlagevehikels angestrebt, teilte der Fondsmanager am Montag den Anlegern mit. Nun müssen sich Investoren, vor allem Versicherer und Pensionskassen, auf schmerzhafte Verluste einstellen. Es seien „deutliche Abschläge“ zu erwarten, heißt es in der Mitteilung weiter.
Das Handelsblatt hatte bereits im Juni unter Berufung auf externe Gutachter berichtet, dass 70 Prozent der Wertpapiere, in die der Verius-Immobilienfonds investiert hatte, ausfallgefährdet sind. Im Fall einer Liquidation sei ein Verlust von bis zu 500 Millionen Euro zu erwarten, sagten damals die Gutachter. Das entspricht rund 40 Prozent des Fondsvermögens.
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Der Fondsmanager war am Montagabend nicht unmittelbar für eine Stellungnahme erreichbar. Womöglich versuchen die Verantwortlichen jedoch, mit der „freiwilligen Liquidation“ einen Notverkauf der Vermögenswerte und damit einen Verlust in der Größenordnung von 500 Millionen Euro zu vermeiden. Der Verius-Fonds hatte überwiegend in riskante und wenig liquide nachrangige Schuldverschreibungen von Immobilienprojektentwicklern aus Deutschland und Österreich investiert.