Immobilien: Preise für Wohnimmobilien fallen so stark wie seit 23 Jahren nicht mehr
Die neu aufgebaute Altstadt von Frankfurt am Main: In den großen Metropolen gingen die Preise zum Jahresstart deutlich zurück.
Foto: imago images/Westend61Frankfurt. Steigende Zinsen, eine hohe Inflation und Baukosten haben die Preise auf dem deutschen Immobilienmarkt überraschend ins Minus gedrückt. Nach Rückgängen zum Jahresende verbilligten sich im ersten Quartal 2023 Wohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser so stark wie seit 23 Jahren nicht mehr, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte.
Wohnimmobilien verloren laut Bundesamt im ersten Quartal durchschnittlich um 6,8 Prozent zum Vorjahresquartal an Wert. „Ausschlaggebend für den Rückgang der Kaufpreise dürfte weiterhin eine gesunkene Nachfrage infolge gestiegener Finanzierungskosten und der anhaltend hohen Inflation sein“, glauben die Statistiker. Experten erwarten, dass die Preise in diesem Jahr noch weiter sinken.
Sowohl in den Städten als auch in ländlichen Regionen gab es im Auftaktquartal 2023 deutliche Preisrückgänge. Dabei gingen die Preise für Wohnimmobilien in den Städten stärker zurück als in den ländlichen Regionen.
Das größte Minus im Vergleich zum Vorjahresquartal steht laut Bundesamt in den Top-7-Metropolen (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf). Hier seien die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser um 10,4 Prozent zurückgegangen, für Wohnungen mussten Käufer im Schnitt 6,4 Prozent weniger zahlen.