Immobilien: Worauf es im Mietvertrag mit Studierenden ankommt
Düsseldorf. Hans Jörg Depel kennt den Frust derer, die zum Studium nach Köln kommen und eine Wohnung suchen: „Es geht längst nicht mehr darum, wo und zu welchem Preis sie eine Bleibe finden“, sagt der Geschäftsführer beim Mieterverein Köln. „Die Frage ist, ob sie überhaupt eine bekommen.“
Denn im Wettbewerb um die wenigen freien und einigermaßen bezahlbaren Wohnungen ziehen Studierende häufig den Kürzeren. Das mag auch daran liegen, dass sich so mancher Eigentümer scheut, an angehende Akademiker zu vermieten. Vorbehalte gebe es insbesondere gegenüber Wohngemeinschaften, beobachtet Depel.
Und das nicht (nur) aus Furcht vor lauten Partys und häufigem Mieterwechsel. Vor allem stellten sich bei der Vermietung an WGs einige rechtliche Fragen, sagt Depel und nennt drei der wichtigsten: Schließe ich mit einem oder besser mit allen WG-Mitgliedern einen Mietvertrag? Was passiert, wenn eine Person ihre Miete nicht zahlt? Wer entscheidet über Nachmieter?
Kennt man die Antworten, ist eine Vermietung an Studierende nicht riskanter als die an Singles, Paare oder Familien – und kann sich auch finanziell auszahlen.