Nach Pleite von Wework: Büroimmobilien werden global zum Risiko
WeWork hat am Mittwoch einen Insolvenzantrag gestellt.
Foto: Getty Images; Per-Anders PetterssonNew York, Frankfurt, Köln. Das Letzte, was Immobilienentwickler, Investoren und Banken derzeit brauchen, sind neue schlechte Nachrichten zum Büroimmobilienmarkt. Doch genau die bringt jetzt der Insolvenzantrag des Bürovermieters Wework.
Noch vor knapp fünf Jahren war das 2010 von Adam Neumann gegründete Unternehmen das am höchsten bewertete Start-up der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte, jetzt muss sich Wework nach langer Leidensgeschichte in die Insolvenz flüchten.
Büroimmobilienmarkt steht stark unter Druck. Vielerorts sinken angesichts der rasant gestiegenen Zinsen die Bewertungen von Gebäuden. Parallel führt der Trend zum Homeoffice zu teils hohen Leerständen, vor allem in den USA. Experten sehen die Insolvenz von Wework als weiteres schlechtes Omen, vor allem weil im kommenden Jahr zahlreiche Akteure große Hypotheken refinanzieren müssen.
„Wework war das Produkt eines Booms, und während eines Booms ignorieren die Investoren die blinkenden Warnlichter“, meint Steve Clayton vom britischen Broker Hargreaves Lansdown. „Der Verlust eines Mieters, insbesondere in einer Zeit relativ schwieriger Bürovermietung, wird sich negativ auf den Cashflow und den Wert von Bürogebäuden auswirken“, erläutert Moody’s-Analyst Jeffrey Havsy. „Dies wird die negative Stimmung auf dem Markt noch verstärken und die Finanzierung erschweren, insbesondere für Gebäude, die in den nächsten zwölf bis 18 Monaten refinanziert werden müssen.“