Bauwirtschaft: Stabiler Umsatz in der Baubranche – Die Zuversicht kehrt zurück
Düsseldorf. Im Bau- und Ausbaugewerbe zeigt sich verhaltener Optimismus: Die Unternehmen erwarten in diesem Jahr einen Umsatz von 428 Milliarden Euro. Das wäre ein leichtes Plus von einem Prozent gegenüber 2024. Die Zahl der Beschäftigten soll nur leicht auf 3,33 Millionen sinken, hieß es am Donnerstag auf einer Pressekonferenz der Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB).
Damit die vorsichtige Zuversicht anhält, forderte der BVB-Vorsitzende Marcus Nachbauer „Rückenwind durch die Politik“. „Unsere Betriebe sind bereit, ihren Beitrag zur Energiewende, zur Schaffung von Wohnraum und zur Modernisierung der Infrastruktur zu leisten.“ Ein Beispiel ist das Gebäudeenergiegesetz, das die neue Bundesregierung anpassen will. Die Novelle muss aus Sicht der BVB „wirtschaftlich umsetzbar sein – mit realistischen Vorgaben und Planungssicherheit“.
Das von der Bundesregierung beschlossene Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für Investitionen in Infrastruktur, Wohnungsbau und Klimaschutz beurteilt die Branche unterschiedlich. Ein knappes Drittel der 1350 Firmen, die für die Frühjahrsumfrage des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe befragt wurden, rechnet dadurch mit einer verbesserten Auftragslage. Ebenfalls je etwa ein Drittel erwartet keine zusätzlichen Aufträge oder kann das noch nicht beurteilen.