Solarstrom: Welche Speichersysteme Ihren Haushalt vor Stromausfall schützen
Ein inselfähiger Speicher trennt bei einem Stromausfall das Haus vom öffentlichen Netz und versorgt es weiter mit Solarstrom. (Foto: Handelsblatt)
Foto: HandelsblattFällt der Strom für eine längere Zeit aus, hat das enorme Folgen für viele Haushalte. Schlimmstenfalls sind Lebensmittel aus Kühlschrank und Gefriertruhe nicht mehr genießbar. Das Wasser bleibt beim Duschen kalt, das W-Lan fällt aus. Wer eine Solaranlage mit einem inselfähigen Stromspeicher hat, bemerkt den Stromausfall dagegen womöglich gar nicht. Wenn das öffentliche Stromnetz zusammenbricht, trennt sich der im Haus installierte Batteriespeicher von diesem Netz, baut ein unabhängiges Netz auf und versorgt alle Elektrogeräte mit Solarstrom vom Dach.
Auch wenn die Stromversorgung in Deutschland zu einer der zuverlässigsten weltweit gehört und der Strom nach Daten der Bundesnetzagentur im Schnitt nur rund zwölf Minuten im Jahr ausfällt: Die Absicherung gegen Stromausfälle ist für jeden Zehnten ein Kaufgrund für Heimspeicher, besagt eine Studie der RWTH Aachen von 2021. Die Wissenschaftler befragten dafür Eigentümer, die ihren Heimspeicher über ein Programm in Baden-Württemberg gefördert bekamen. Allerdings war der am häufigsten genannte Grund die Absicherung gegen steigende Strompreise. Eine hohe Autarkie bei der Stromversorgung gab jeder Fünfte als Grund an.