Signa-Pleite: Erste Anklage gegen René Benko
Düsseldorf. Die Wiener Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat Anklage gegen den Unternehmer René Benko erhoben. Dies gab die Behörde am Dienstagmittag bekannt. Die Strafverfolger werfen dem ehemaligen Milliardär „betrügerische Krida“ vor – vergleichbar dem betrügerischen Bankrott im deutschen Recht.
Unter dem Eindruck zunehmender Zahlungsschwierigkeiten und einer absehbaren Konkurseröffnung wird Benko vorgeworfen, Zahlungen an Gläubiger verhindert und Vermögen beiseitegeschafft zu haben.
Konkret geht es laut der WKStA um eine Miet- und Betriebskostenvorauszahlung in Höhe von rund 360.000 Euro für die Anmietung eines Hauses, die als wirtschaftlich und sachlich unvertretbar eingestuft wird, sowie um eine Schenkung von 300.000 Euro an Angehörige. Der Benko vorgeworfene Gesamtschaden beläuft sich damit auf rund 660.000 Euro.
Der Strafrahmen für die Vorwürfe liegt laut Staatsanwaltschaft bei ein bis zehn Jahren Freiheitsstrafe. Benko hat die Vorwürfe bisher stets bestritten. Die Anklage ist noch nicht rechtskräftig, seine Anwälte können in den kommenden zwei Wochen Einspruch erheben. Auf Nachfrage reagierten sie zunächst nicht.