Wohnen: Studie: Vorteile von Immobilienkäufern gegenüber Mietern gesunken
Die neue Studie vergleicht einen Immobilienkauf mit dem Wohnen zur Miete.
Foto: dpaFrankfurt/Main. Immobilienkäufer waren Mietern im vergangenen Jahr laut einer Studie häufig im Vorteil – der finanzielle Vorsprung ist aber mit dem Zinsanstieg stark gesunken. Zu diesem Schluss kommt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse für die Immobilienfirma Accentro. In diesem Jahr dreht sich demnach das Bild für die Mehrzahl der Regionen.
In der Studie wurde insbesondere das Szenario Immobilienkauf mit Mieten auf Basis von Neuverträgen verglichen. Demnach lebten Selbstnutzer im vergangenen Jahr in 328 der 401 deutschen Landkreise und kreisfreien Städte günstiger als Mieter, darunter vier der sieben Metropolen.
Sie bezahlten im Schnitt 10,04 Euro pro Quadratmeter gegenüber Neuvertragsmieten für vergleichbare Wohnungen von 10,90 Euro je Quadratmeter. Der Kostenvorteil liege im Schnitt bei 8,0 Prozent, so die Analyse, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
„Die höchsten Kostenvorteile können wir im Umland von Metropolen und Großstädten sowie im ländlichen Raum beobachten“, sagte IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer. Gerade um Berlin wiesen mehrere Kreise 2022 Kostenvorteile für Selbstnutzer von über 20 Prozent auf.