Wohnraum: Darum nehmen Wohnungsgenossenschaften keine Mitglieder mehr auf
München. Die ungewöhnliche Aussage der Wohnungsgenossenschaft München-West (WGMW) zeigt das ganze Dilemma: „Wir wünschten, wir hätten mehr Konkurrenz“, heißt es auf deren Website. Neue Mitglieder kann die im Jahr 1911 gegründete Wohnungsgenossenschaft mit ihren rund 3500 Wohneinheiten nicht mehr aufnehmen. „Mia san leida voi“, formuliert in Bayerisch das, was anderswo bei deutschen Wohnungsgenossenschaften Aufnahmestopp heißt.
Wie der WGMW geht es derzeit etlichen der rund 2000 Wohnungsgenossenschaften im Land. Vor allem in den Großstädten und Ballungsgebieten nehmen Genossenschaften vermehrt keine neuen Mitglieder auf, weil sie ihnen aufgrund des wachsenden Wohnraummangels keine Wohnung anbieten können und die Wartelisten zum Teil bereits überfüllt sind. Ist das überall so?